Das Ulanendenkmal wurde nach 2 Jahren Bauzeit am 27. September 1925 eingeweiht. Oben auf dem Denkmal befindet sich - ebenso wie auf den im Kaiserreich errichteten Bismarck-Türmen - eine Feuerschale. Es erinnert an die im 1. Weltkrieg gestorbenen Kameraden des Ulanen-Regiments Großherzog Friedrich von Baden Rheinisches Nr. 7.
Dieses 1815 gegründete Ulanen-Regiment war ein preußischer Kavallerieverband, der von 1819 bis 1851 seine Garnison in Bonn hatte und später nach Saarlouis und Saarbrücken verlegt wurde. Da sich seine Wurzeln bis 1734 zurückführen lassen, ließ Kaiser Wilhelm II. die Gründung rückdatieren, so daß 1909 das 175jährige Jubiläum gefeiert wurde.
Zur Einweihung bei strömendem Regen waren um die 1000 Teilnehmer angereist. Auch viele Rhöndorfer Bürger nahmen an dem besonderen Eregnis teil. Ebenso die örtlichen Vereine. Das Tamboucorps der Feuerwehr spielte „Ich hatt’ einen Kameraden“.
Auf 2 Bronzetafeln sind die Namen der 78 Gefallenen mit Todestag und Dienstgrad aufgeführt. Auf einer weiteren Kupfertafel ist zu lesen: „Das Ulanenregiment Großherzog Friedrich von Baden Rheinisches Nr. 7 seinen im Weltkrieg 1914 - 18 gefallenen Kameraden“.
Ursprünglich sollte das Denkmal am letzten Garnisionsstandort in Saarbrücken gebaut werden, was aufgrund der französischen Besatzung nicht möglich war. Die in Rhöndorf lebende Mutter eines Regimentrittmeisters stellte das Grundstück im Weinberg zur Verfügung. Ein Düsseldorfer Architekt erstellte unentgeltlich einen Entwurf des Denkmals. Das Bauwerk selbst wurde von den ehemaligen Ulanen aus eigenen Mitteln finanziert. Unterhalb des Denkmals befindet sich eine Ligusterhecke in Form des „Eisernen Kreuz“.
Der nach Südwesten gerichtete Arm mit einer Ulanenlanze in der Faust wurde im Hinblick auf die beginnende deutsch-französische „Freundschaft“ und, da das Deutsch-französische Jugendwerk in Rhöndorf geplant war, in den 50er Jahren abmontiert.


